aktualisiert am 5. April 2017 | erstellt am 2. Januar 2017

 

Arzneimittelinformation  7. Dezember 2016

Seit 1. Dezember 2016 gibt es die "Blaue Hand" sie kennzeichnet behördlich genehmigtes Schulungsmaterial

 

Schulungsmaterial (Educational Material)

Schulungsmaterial (engl. „educational material“) wird bei der Zulassung oder Änderung der Zulassung eines Arzneimittels angeordnet, wenn in der medizinischen Praxis zusätzlich zu Fach- und Gebrauchsinformation besondere Informationen zur Minimierung von Arzneimittelrisiken für erforderlich gehalten werden.

Damit das behördlich genehmigte Schulungsmaterial auf den ersten Blick von anderem von pharmazeutischen Unternehmen herausgegebenem Informationsmaterial unterscheidbar ist, ist seit dem 01.12.2016 die Kennzeichnung für neu beantragtes Schulungsmaterial mit dem sog. „Blaue Hand–Logo“ Pflicht (Hintergründe zur „Blauen Hand“ siehe Flyer in der Service-Rubrik rechts). Für bereits genehmigtes und im Verkehr befindliches Schulungsmaterial wird das „Blaue Hand-Logo“ ab dem 01.12.2016 kontinuierlich bei jeder Neuerung aufgebracht werden.

Während Fach- und Gebrauchsinformation über klinische und sonstige Eigenschaften sowie das Sicherheitsprofil eines zugelassenen Arzneimittels ausführlich informieren, konzentrieren sich die Informationen in Schulungsmaterial auf bestimmte, besonders wichtige Maßnahmen zur Risikominimierung. So kann es vor Verordnung oder Abgabe eines Arzneimittels für Fachkreise bzw. Angehörige der Heilberufe erforderlich sein, Patienten/innen gesondert auf bspw. Kontrolluntersuchungen (z.B. regelmäßige Leberwertkontrollen)-, Schwangerschaftsverhütungsmaßnahmen oder andere Aspekte aufmerksam zu machen, die es bei der Anwendung des Arzneimittels zu beachten gilt. Schulungsmaterial für Patienten, Pflegekräfte oder Angehörige von Patienten informiert in geeigneter, leicht verständlicher Weise über risikominimierende Maßnahmen, die von diesen Gruppen vor-, während oder nach der Therapie besonders zu beachten sind...zum ganzen Artikel

Quelle | Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM

 

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Beauflagtes Schulungsmaterial (Educational material)

Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht hier Schulungs­materialien zu Wirkstoffen bzw. Arzneimitteln in seinem Zuständigkeitsbereich, wie es die im November 2016 vom Bundestag verabschiedete AMG-Novelle vorsieht.

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Quelle | Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

 

 

Arzneimittelsicherheit  2. Dezember 2016

Nebenwirkungen von Arzneimitteln melden: Europaweite Kampagne soll Patientinnen und Patienten sensibilisieren

In einer gemeinsamen Kampagne fordern alle europäischen Arzneimittelbehörden derzeit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) zu melden. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, bearbeitet. Beide Bundesinstitute weisen Patientinnen und Patienten ausdrücklich darauf hin, dass sie Verdachtsfälle auf Arzneimittelnebenwirkungen beziehungsweise Impfkomplikationen auch eigenständig und direkt an die Behörden melden können.

Die Meldungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit, denn um Arzneimittelrisiken möglichst schnell identifizieren zu können, sind die Arzneimittelbehörden auf belastbare Daten und Risikosignale aus der Praxis angewiesen. „Je früher, häufiger und detaillierter die Arzneimittelbehörden Meldungen erhalten, desto früher können diese Risikosignale erkannt und bewertet werden, um bei Bedarf Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten zu treffen“, so Prof. Dr. Karl Broich, Präsident des BfArM. Aufgrund gesetzlicher Meldeverpflichtung erhalten die für Arzneimittel zuständigen Bundesinstitute diese Meldungen von Pharmaunternehmen sowie von Ärzten und Apothekern bzw. deren Arzneimittelkommissionen. Prof. Dr. Klaus Cichutek, der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, ergänzt dazu: „Seit 2012 können auch Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen oder Freunde Verdachtsfälle von Nebenwirkungen direkt über ein Online-Formular an PEI und BfArM melden. Nutzen Sie bitte diese Möglichkeit, im Interesse aller Beteiligten“.

Die Arzneimittelüberwachungsbehörden filtern aus der Fülle der berichteten Symptome diejenigen heraus, die möglicherweise ein erstes Signal für eine bisher unbekannte Nebenwirkung sind.

Erfahrungsgemäß werden jedoch nicht alle möglichen Verdachtsfälle gemeldet. Die Gründe dafür sind vielfältig. So informieren Patientinnen und Patienten ihren Arzt nicht über jede Beobachtung oder der Zusammenhang zwischen einer Reaktion oder einem Symptom und dem Arzneimittel wird nicht hergestellt, weil beispielsweise die Symptome einer Grunderkrankung zugeordnet werden. Nebenwirkungen zu Arzneimitteln, die sich bereits länger auf dem Markt befinden, werden bekanntermaßen weniger häufig gemeldet als solche von neuen Arzneimitteln.

Sollte ein Verdacht noch nicht durch den Arzt oder Apotheker gemeldet worden sein, oder Betroffene sind unsicher, ob eine solche Meldung erfolgt ist, besteht für sie die Möglichkeit, diese Meldung auch selbst vorzunehmen. Sowohl das BfArM als auch das PEI bieten dazu auf ihren Internetseiten ein speziell für Verbraucher konzipiertes Online-Meldeformular an sowie einen Meldebogen, mit dem Verdachtsfälle auch per Brief oder Fax gemeldet werden können:

www.bfarm.de/uawmelden

www.pei.de/uawmelden

Wenn Sie den Verdacht einer Nebenwirkung melden möchten, beachten Sie bitte auch folgende Hinweise

Quelle | Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 

 

 

Hilfsmittelversorgung  29. November 2016

Gesundheitsausschuss berät Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG)

Wie weiter mit der Versorgungsqualität bei Inkontinenz ?

Wie geht es weiter mit der Hilfsmittelversorgung bei Inkontinenz und Stoma? Am 30. November berät der Gesundheitsausschuss des Bundestags über den Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums für das sogenannte Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG).

 

Im Vorfeld der Beratung hat ein Bündnis von Verbandsvertretern der Patienten, Ärzte, Pfleger und Unternehmen scharfe Kritik an den Entwicklungen für Betroffene von Harninkontinenz, Blasenschwäche, Stuhlinkontinenz geübt. Die Versorgung mit Hilfsmitteln wie etwa Blasenkatheter und Vorlage hat sich demnach in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert.

„Wir erleben, dass es für die Menschen immer schwieriger und belastender wird, um die Hilfsmittel zu kämpfen. Die Produkte sind da, doch man bekommt sie ohne Aufzahlung nicht mehr“, sagt Ilona Schlegel von der Patientenorganisation Aktiv Leben mit Spina Bifida und Hydrocephalus (ASBH). Der Pflegevertreter Werner Droste von der Fachgesellschaft Stoma, Inkontinenz und Wunde (FgSKW) kritisiert: „Es geht nur darum über das Medium der Ausschreibung Kosten zu reduzieren, um nichts anderes.“

 

Patientenbedürfnisse bei Inkontinenz und Stoma beachten

In einem gemeinsamen Positionspapier fordern sie, dass die Stoma- und Inkontinenzversorgung von der Ausschreibungspraxis der Krankenkassen ausgenommen und stattdessen vertraglich geregelt wird. Das Positionspapier wurde zusammen mit dem Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) und dem ärztlichen Arbeitskreis Neuro-Urologie der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (AKNU) vorgelegt.

Dr. Jörn Bremer vom AKNU kritisiert, dass die aktuelle Inkontinenzversorgung...zum ganzen Artikel

Quelle |  gesundheitsstadt berlin - das hauptstadtnetzwerk | von Angela Wißlbeck | Artikel vom 29. November 2016


 

Gesundheit  22. September 2016

Neues Angebot: ThemenCheck Medizin

Bürger/innen können Behandlungsmethoden für wissenschaftliche Untersuchung vorschlagen

Was bringt eine Untersuchungsmethode wirklich? Welche Vor- und Nachteile hat eine bestimmte Behandlungsform? Auf der neuen Webseite "ThemenCheck Medizin" können Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für Bewertungen von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren einreichen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sammelt diese Vorschläge und ermittelt in einem zweistufigen Auswahlverfahren pro Jahr bis zu fünf Themen zur Bearbeitung.

Das Ergebnis der wissenschaftlichen Überprüfung wird als so genannter HTA-Bericht veröffentlicht. Beantwortet werden darin Fragen wie etwa: Welche Vor- und Nachteile für Patientinnen und Patienten bringt ein Verfahren mit sich? Ist es besser als bisherige Verfahren? Welche Kosten sind damit verbunden? Muss man ethische oder rechtliche Aspekte beachten? Hat ein Verfahren eventuell gesellschaftliche Auswirkungen?

Die Berichte werden an Institutionen in Deutschland weitergeleitet, die über die Leistungen und Struktur des Gesundheitswesens entscheiden. Auf diese Weise sollen die Ergebnisse direkte Auswirkungen auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten haben, z. B. bei Behandlungsentscheidungen im Gespräch von Patient und Arzt oder auch bei Systementscheidungen von Selbstverwaltung und Politik.

Quelle | NAKOS - nakos.de

Quelle | ThemenCheck Medizin - themencheck-medizin.iqwig.de

Quelle | Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) - www.iqwig.de

 

 

Internet  17. Mai 2016

Radiologenverzeichnis für offene MRT

Die offene MRT bietet insbesondere Patienten mit Platzangst die optimlale Möglichkeit sich entspannt untersuchen zu lassen. Ein deutschlandweites Verzeichnis der Radiologen, die eine offene Magnetresonanztomographie (MRT) anbieten, findet ihr hier 

Quelle | www.offenes-mrt.net

 

 

Chirurgie  15. Mai 2016

Rätsel um undichte Darmnähte gelöst > Bakterien verursachen gefürchtete Komplikation nach Bauch-OPs

Berlin, März 2016 – Das medizinische Rätsel, warum zusammengefügte Darmenden nach einer Bauchoperation trotz sorgfältigster Nahttechnik wieder aufplatzen, scheint gelöst. Wie der US-Chirurg Professor John Alverdy am Tiermodell beweisen konnte, kann ein Eingriff die Zusammensetzung der Darmbakterien so verändern, dass sie giftige Substanzen freisetzen und die Wundheilung stören. Experten forschen jetzt an einem Gegenmittel, das anders als Antibiotika keine Resistenzen fördert. Für seine Entdeckung ernennt die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) den amerikanischen Forscher auf dem 133. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) zum Ehrenmitglied. Der DGCH-Kongress findet vom 26. bis 29. April 2016 im CityCube in Berlin statt.

Nach der Entfernung eines erkrankten Darmabschnitts muss der Chirurg die Verbindung – die Anastomose – zwischen den Darmenden wieder herstellen. „Technisch ist dies kein Problem, Chirurgen wissen, worauf sie achten müssen“, erklärt Professor Dr. med. Dietmar Lorenz, Präsident der DGAV. Doch auch die perfekte Naht ist keine Garantie, dass zusammenwächst, was zusammengefügt wurde.

Im ungünstigsten Fall entsteht in der Nahtreihe der Darmwand ein Loch, eine Insuffizienz.

weiter unter > Nachrichten der DGCH - Artikel vom 4. April 2016

Quelle | DGCH - Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

 

weiterer Artikel

Veränderte Darmflora als Ursache für Anastomoseninsuffizienz ?

Quelle | BNC Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V. > Aktuelles >31.3.2016

Quelle | http://flexikon.doccheck.com/de

 

 

Medizin  14. Mai 2016

Transfusion - Das Blut der Anderen

Bluttransfusionen können Leben retten. Aber, in den letzten Jahren haben verschiedene Studien gezeigt, dass Bluttransfusionen auch Gefahren bergen können, von denen Patienten bisher nichts gehört haben.

Infektionen, Verklumpungen des Blutes in den Gefäßen des Empfängers - mit anschließendem Organversagen oder Lungenödeme. All das sind mögliche Folgen nach Bluttransfusionen, die zum Teil erst Jahre später auftreten und die jetzt durch neue Studien belegt wurden. Die ARD-Dokumentation "Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin" hat sich ausführlich damit beschäftigt.

Herausforderung für das Immunsystem

Nach einer Blutspende, wird die Körperflüssigkeit getestet und aufbereitet. Klar. Aufbereitet heißt zum Beispiel, dass das, was hinterher weiterverwendet wird, ist eher ein Konzentrat aus roten Blutkörperchen. Nichtsdestotrotz sind es rote Blutkörperchen, Proteine oder Antigen-Strukturen von anderen Patienten - von Fremden. "Und trotz dieses Reinigungsprozesses können immer noch weiße Blutkörperchen, Leukozyten, von dem Spender drin sein, mit dem sich das Immunsystem des Patienten dann auseinandersetzen muss", erklärt der Oberarzt Patrick Meybohm.

"Trotz des Reinigungsprozesses können immer noch weiße Blutkörperchen vom Spender drin sein, mit denen sich das Immunsystem des Patienten dann auseinandersetzen muss."
            Patrick Meybohm, Arzt an der Uniklinik Frankfurt

 

Auch Eigenblut ist nicht immer die Lösung

Selbst wenn das eigene Blut eines Patienten genommen wird, das vielleicht einige Zeit vor der Operation abgenommen und gelagert wurde - selbst in diesem Fall kann es zu Lagerungsschäden und damit zu Problemen für den Patienten kommen. Der Grund: Blutkörperchen können beschädigt sein und wenn der Körper dieses geschädigte Blut zurückbekommt, besteht auch hier die Gefahr, dass er darauf reagiert.

Aids ist kein Problem mehr

HIV, Hepatitis - diese Risiken sind seit Jahrzehnten bekannt und stellen kein Problem mehr dar. Aber neuere Studien mit zehntausenden Patienten haben gezeigt, dass es eben auch andere Arten von Risiken und Komplikationen geben kann, wenn Patienten Bluttransfusionen erhalten.

Alternativen zur Transfusion

Patrick Meybohm ist leitender Oberarzt im Bereich Anästhesie und Intensivmedizin an der Uniklinik Frankfurt. Zusammen mit einer Gruppe anderer Ärzte arbeitet er an Alternativen zur Bluttransfusion. Die Initiative nennt sich

Patient Blood Management. Im Zentrum ihrer Bestrebungen steht die gute Vorbereitung von Patienten vor einer Operation. Außerdem sollen sie während einer Operation möglichst das eigene gefilterte und gereinigte Blut zurückbekommen.

Quelle | DRadio Wissen

 

 

Antibiotika  11. Mai 2016

Antibiotikainduzierte Diarrhö

Von lästig bis lebensbedrohlich

Durchfälle gehören zu den häufigsten ­unerwünschten Wirkungen von Antibiotika. Immerhin 5 bis 25 Prozent der antibiotisch behandelten Patienten sind betroffen. Meistens verläuft die Diarrhö selbstlimitierend und gefährdet die Gesundheit nicht ernsthaft. Anders ist es bei Infektionen mit ­Clostridien. Umso wichtiger sind Vorbeugung und rasche ­Behandlung.

Bei ausnahmslos allen Antibiotika findet sich in den Fachinformationen in der Rubrik Nebenwirkungen der Hinweis auf Diarrhöen und andere gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Häufigkeitsangaben variieren von »sehr häufig« (mehr als 10 Prozent) bis »häufig« (1 bis 10 Prozent).

Oft reicht schon eine einmalige Gabe eines Antibiotikums aus, um Durchfall auszulösen. Dieser kann aber auch Wochen nach der bereits beendeten Einnahme auftreten. Grund ist die Zerstörung eines Teils des mensch­lichen Mikrobioms, der gastrointestinalen Flora, durch die Antibiotika. Der ­Begriff Mikrobiom wird oft auf den Gastrointestinaltrakt beschränkt, bezeichnet aber die Gesamtheit aller auf und im Menschen lebenden Bakterien; diese übersteigt die Zahl der Körperzellen um ein Vielfaches. Im Zusammenhang mit Diarrhöen ist naturgemäß das Darm-Mikrobiom besonders wichtig.

Von den inzwischen mehr als 1000 identifizierten verschiedenen Bakterienspezies im Verdauungstrakt, die fast ausschließlich Anaerobier wie Bacteroides, Bifidobakterien oder Lactobazillen sind, finden sich vor allem im Darm jedes Menschen mehr als 160 verschiedene. Pro Gramm Darminhalt haben Forscher bis zu 1012 Bakterien gefunden (1). Auch Aerobier wie Enterokokken und Enterobacteriaceae sowie Clostridien (obligat anaerob) gehören zur normalen Darmflora. Deren Zusammensetzung ist bei jeder einzelnen Person über das ganze Leben hinweg relativ konstant. Antibiotika führen zu einer raschen und massiven Veränderung der Flora, die sich meistens nach einer gewissen Zeit wieder dem Ausgangszustand annähert.

Zusammenhänge zwischen einer häufigen Antibiotika-Gabe im Kindesalter mit dem späteren Auftreten von Allergien und anderen Krankheiten wie Übergewicht werden vermutet. Diese Effekte könnten auf einem veränderten Darm-Mikrobiom beruhen.

 

Wie Antibiotika die ­Darmflora stören

 

Darmbakterien bilden nicht nur eine Barriere gegen oral aufgenommene ­Erreger, sondern verfügen auch über Enzyme, mit deren Hilfe sie den Abbau von Ballaststoffen aus der Nahrung ermöglichen. Die Abbauprodukte dienen den Bakterien auch zur Deckung des eigenen Energiebedarfs.

Ballaststoffe werden zunächst zu Stärke und Nicht-Stärke-Polysacchariden abgebaut; durch weitere Fermentation entstehen Pentosen und Hexosen. Nun verzweigen sich die Abbauwege, je nachdem welche Bakteriengruppen beteiligt sind. So entstehen aus.....zum ganzen Artikel

Quelle | Pharmazeutische Zeitung online | von Edith Bennack | Beitrag erschienen in Ausgabe 19/2016

 

 

neues Medikament  1. Mai 2016

Lonsurf - neue Option gegen Darmkrebs

Das orale Zytostatikum Lonsurf® hat die europäische Zulassung erhalten. Das Kombinationspräparat aus Trifluridin und Tipiracil darf eingesetzt werden zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom, bei denen die verfügbaren Therapieoptionen ausgeschöpft sind beziehungsweise nicht infrage kommen.

Es handelt sich um....weitere Informationen

Quelle | Pharmazeutische Zeitung online | Artikel vom 29.4.2016 | PZ

 

 

Operative Inkontinenz  28. April 2016

Harn- und Stuhlinkontinenz bei Mann und Frau

Die BVMed-Arbeitsgruppe "Operative Behandlung der Inkontinenz" hat im Internet ein umfangreiches Informationsangebot über die verschiedenen Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz bei Frauen und Männern sowie zu bestehenden Operationsmöglichkeiten veröffentlicht.

Quelle | BVMed (Bundesverband Medizintechnologie e.V.) | Artikel vom 27. 4. 2016

 

 

Vorsorge - Darmkrebs  25. April 2016

Darmkrebs: Kassen bezahlen neues Testverfahren

Bei der gesetzlichen Darmkrebsvorsorge ab 50 Jahren sind zukünftig neue, genauere Testverfahren anzuwenden. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Die Tests dienen dazu, nicht sichtbares Blut im Stuhl aufzuspüren, das Anzeichen für eine Krebserkrankung sein kann.

Ab 1.Oktober 2016 ersetzt der immunologische Stuhlbluttest (iFOBT) zur Früherkennung von Darmkrebs den seit über 40 Jahren verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT). Der bereits im Handel erhältliche iFOBT ist dem älteren Testverfahren weit überlegen, wurde bisher jedoch nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Das ändert sich nun durch den Beschluss des G-BA zur Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie.

zum ganzen Artikel

Quelle | www.aponet.de | Artikel vom 25. April 2016

 

 

Internet  25. April 2016

Netzwerk Heilung & Prävention von Krebs

Wir lesen in den Medien fast täglich von Vorsorge und Therapien einer Krebserkrankung.

Wie gehen Patienten wirklich damit um ? Was wünschen sie sich ? Gibt es Heilung ?

 

Immer mehr Menschen suchen einen ganzheitlichen Weg bei der Heilung von Krebs, möchten neben den klassischen schulmedizinischen Therapieverfahren auch über Alternativen und komplementäre Therapieverfahren informiert und behandelt werden.

Selbst seit Generationen begleitet Matthias J. Augsburg, familiär dieses Thema, hat sich dieser Fragen angenommen, ein Buch verfaßt.

 

Mit der Website krebsheilpfad.de möchte er Betroffenen ebenfalls Mut machen, sie können sogar selbst eine MutMach-Geschichte schreiben und veröffentlichen lassen.

Quelle – krebsheilpfad. de | Netzwerk Heilung & Prävention von Krebs

 

 

Produktinformation der Firma Wegimed - 10. April 2016

Neu bei Wegimed - Stomydo® Basisplattenwärmer

Der Basisplattenerwärmer ist zum Erwärmen der Basisplatte von sowohl einem einteiligen wie einem zweiteiligen Stoma-System bestimmt. Mit dem Stomydo® Basisplattenerwärmer verfügen Sie über ein Produkt für eine schnelle und einfache Erwärmung Ihrer Basisplatte.

Informationen zum Basisplattenwärmer gibt es hier

Quelle - WEGIMED GmbH | Eiserfelder Straße 446 | 57080 Siegen-Eiserfeld

 

 

Produktinformation der Firma Wegimed - 10. April 2016

Neu bei Wegimed - Stomydo® Stomadusche 

Die Stomadusche ist für Personen mit einem Stoma bestimmt, die die Haut um das Stoma herum reinigen und pflegen möchten. Mit der Stomydo® Stomadusche verfügen Sie über ein Produkt für eine schnelle und pflegende Reinigung der Haut. Die Stomadusche kann einfach am Waschbecken für eine schnelle Pflege verwendet werden.

Informationen zur Stomadusche gibt es hier

Quelle - WEGIMED GmbH | Eiserfelder Straße 446 | 57080 Siegen-Eiserfeld

 

 

Pharmaindustrie  6. April 2016

Mehr Transparenz für Patienten

Die Zuwendungen der Pharmaindustrie an Patientenorganisationen sind jetzt erstmals in einer Datenbank zusammengefasst und vergleichbar. Das teilte der Verein Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) mit. Ende Juni sollen zudem die Zahlungen an Ärzte und andere medizinische Fachkreise veröffentlicht werden.

Ziel des neuen Transparenzangebots für Patienten ist dem Verein zufolge, Vertrauen zu schaffen und die Neutralität von Patientenorganisationen zu sichern. »Im vergangenen Jahr wurden die Patientenorganisationen in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro unterstützt«, sagte FSA-Geschäftsführer Holger Diener vergangene Woche in Berlin. 

Aufgrund der neuen, übersichtlichen Aufstellung seien die Informationen über die Zuwendungen an die mehr als 70.000 Patientenselbsthilfegruppen jetzt interpretier- und vergleichbar. »Zweck, Unternehmen, Datum, Betrag und Empfänger sind tabellarisch aufgeführt und können nach Bedarf gefiltert werden. Auch die Gesamtsumme ist ersichtlich«, erläuterte Diener. Demnach....ganzen Beitrag lesen

Patienten können künftig in einer Datenbank genau überprüfen, welche Zuwendungen der Pharmaindustrie an Selbsthilfegruppen geflossen sind und wie hoch diese waren.

Quelle | Pharmazeutische Zeitung | Jennifer Evans, Berlin | Beitrag erschienen in Ausgabe 14/2016
 

 

Darmkrebs  6. April 2016

Mikrobiom: Bakterien an Krebsentstehung beteiligt

Bakterien des Mikrobioms können zur Entstehung von Darmkrebs beitragen, indem sie in Zellen der Darmoberfläche einen bestimmten Signalweg aktivieren. So wird in.....zum ganzen Beitrag

Quelle | Pharmazeutische Zeitung | Nachrichten | Beitrgag vom 05.04.2016 l PZ

 

 

Internet  6. April 2016

Wundnetze - Qualität durch Vernetzung

In Deutschland leben mehrere Millionen Patienten mit chronischen Wunden. An der Versorgung dieser Patienten nehmen viele Fachdisziplinen und –berufe teil, z. B. Hausärzte, Chirurgen, Dermatologen, Internisten, Phlebologen, pflegerische Wundexperten, Lymphologen und Podologen.

Das Projekt wundnetze.de dient Patienten, aber auch Versorgern von Patienten mit chronischen Wunden als gemeinsame Kommunikationsplattform. Es begleitet zudem die Planung, Gründung und Aufrechterhaltung regionaler Wundnetze in Deutschland.

Wundnetze sind Zusammenschlüsse verschiedener Fachdisziplinen und Professionen mit dem übergeordneten Ziel, eine moderne Diagnostik, Therapie und Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden anzubieten.

Wundnetze in Deutschland

Quelle | Wundnetze.de

 


Produktinformation der Firma B|Braun - 22. März 2016

Neuer Verschluss für Ileostomiebeutel vereinfacht das Handling

Der neue Beutel kann in zwei Schritten geöffnet und geschlossen werden und hat ein größeres Volumen
                                       

       Die Firma B|Braun hat für die

      Ileostomie-Beutel Softima Active  einen neuen trageangenehmeren

      und in der Handhabung leichteren Verschluss entwickelt.

          Bildquelle | B|Braun

 

Der Roll’Up Verschluss bietet dem Anwender einen erhöhten Tragekomfort durch weicheres Material und ist wesentlich kleiner. Die Anwendungsschritte zum Öffnen und Schließen wurden von vier auf zwei reduziert, wodurch sich der Beutel auch einfacher reinigen lässt. Durch die Verkleinerung des Verschlusses hat der Beutel bei gleicher Größe ein höheres Volumen.

Der neue
Roll’Up-Verschluss wird sukzessive für alle ein- und zweiteiligen Ileostomiebeutel eingeführt und löst den bisherigen Verschluss Flow-Control ab.

Quelle | B. Braun Melsungen AG | Carl-Braun-Straße 1 | 34212 Melsungen, Hessen

 

 

Komplementäre Krebsmedizin  17. März 2016

Selbstheilung – die Medizin denkt um

Unser Organismus ist in der Lage, alle Prozesse bereitzustellen, die er braucht, um sich gesund zu erhalten und um zu genesen, wenn er krank geworden ist. Dabei sprechen wir von Selbst­heilung. Thera­peutische Inter­ventionen sollten das Ziel haben, diese natur­gegebene Fähig­keit zu unter­stützen, zu fördern und klug zu nutzen.

Selbst­heilung ist kein Auto­matismus, bei dem wir irgendeinen inneren Knopf betätigen und dann läuft ein selbst­generiertes Reparatur­programm ab. Auch wenn die Eigenaktivität des Organismus im Vordergrund steht, wird im praktischen Falle der therapeutischen Begegnung immer eine soziale Interaktion nötig sein, um die Selbstheilungsaktivität anzuregen. Hätte der Organismus alle Probleme selbst bereinigen können, dann wäre er ja nicht krank geworden. Der Begriff Selbstheilung will vor allem darauf hinweisen, dass wir den Organismus in anderer Art und Weise verstehen können als üblich. Damit kündigt sich ein Paradigmenwechsel an. Das ist eine kleine Revolution im medizinischen Denken.

zum ganzen Beitrag

Quelle | Biologische Krebsabwehr e.V. | Harald Walach | März 2016

 

 

Medien  10. März 2016

Bundesrat berät zum Thema Beipackzettel

Das Saarland ist mit seiner Bundesratsinitiative für verständlichere Arzneimittel-Beipackzettel auf gutem Weg: Vergangene Woche hat sich auch der Gesundheitsausschuss der Länder für besser lesbare Packungsbeilagen ausgesprochen und einen entsprechenden Entschließungsantrag gestellt. Darüber wird nun am 18. März das Plenum des Bundesrats befinden.
 
Ziel müsse es sein, die Packungsbeilagen so zu gestalten, dass Patienten die Inhalte verstehen und Sinn und Zweck der Anwendung der Medikamente bei gleichzeitiger Information über mögliche Nebenwirkungen leicht erfassen können, heißt es in dem Appell des Ausschusses.

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Quelle | Pharmazeutische Zeitung - Nachrichten | Beitrag vom 10.03.2016 | PZ

 

 

Medien  10. März 2016

Medien: Pharmaindustrie bezahlt Ärzte für Scheinstudien

Die Pharmaindustrie zahlt nach einem Medienbericht jährlich etwa 100 Millionen Euro an Ärzte in Deutschland für die Mitarbeit an umstrittenen Studien. Das geht aus einer gemeinsamen Datenauswertung von NDR, WDR und der «Süddeutschen Zeitung» mit dem Recherchezentrum Correctiv.org hervor, die heute veröffentlicht wurde.

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Quelle | Pharmazeutische Zeitung - Nachrichten | Beitrag vom 10.03.2016 | dpa

 

 

Recht / Soziales  10. März 2016

Qualitätsbericht – Referenzdatenbank - Krankenhäuser

Seit dem Jahr 2005 sind Krankenhäuser gesetzlich verpflichtet, regelmäßig strukturierte Qualitätsberichte zu erstellen und ihre Inhalte für eine Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

Die Berichte sollen der Information von Patienten und Versicherten dienen sowie den einweisenden und im Anschluss an die Krankenhausbehandlung weiter betreuenden Ärzten und den Krankenkassen eine Orientierungshilfe bieten.

Der Gemein­same Bundes­aus­schuss (G-BA), das oberste Beschluss­g­re­mium der gemein­samen Selbst­ver­wal­tung der Ärzte, Zahn­ärzte, Psycho­the­ra­peuten, Kran­ken­häuser und Kran­ken­kassen in Deut­sch­land, bietet auf ihrer Internetseite u.a. mehrere Links zum Thema:

Wo findet man die Qualitätsberichte der Krankenhäuser ?

oder eine Referenzdatenbank

Der G-BA hält seit dem Jahr 2013 eine Referenzdatenbank vor, in der die maschinenverwertbaren Qualitätsberichte der deutschen Krankenhäuser vollständig lesbar abrufbar sind.

Hier können interessierte Leserinnen und Leser über Kliniksuchmaschinen gefundene Daten noch einmal nachschlagen oder dort nicht erfasste Detailinformationen zu einzelnen Qualitätsaspekten auffinden.

Quelle | Gemeinsamer Bundesausschuss (G–BA)

 

 

Hilfsmittelversorgung  13. Januar 2016

BVMed legt Patienteninformationen zur Hilfsmittelversorgung für Inkontinenz- und Stoma-Patienten auf

Mit vier ausführlichen Informationsblättern informiert der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, Inkontinenz- und Stoma-Patienten sowie deren Angehörige über die rechtlichen Grundlagen, die Patientenrechte und die Informationspflichten der Krankenkassen bei der Hilfsmittelversorgung. Neben einer allgemeinen Patienteninformation zu den rechtlichen Grundlagen der Hilfsmittelversorgung gibt es einzelne Infoblätter zur ableitenden Kontinenzversorgung, zum intermittierenden Katheterismus sowie zur Stomaversorgung.

Quelle | BvMed-Bundesverband Medizintechnologie

 

Die Infoblätter bietet der BVMed, auf seinen einzelnen Patienteninformationsseiten als kostenlosen Download an.

Patienteninformation "Stomaversorgung (Stuhl- oder Harnableitung)"

Patienteninformation "Ableitende Kontinenzversorgung"

Patienteninformation "Intermittierender Katheterismus"

Patienteninformation "Rechtliche Grundlagen zur Hilfsmittelversorgung"

Quelle | BVMed-Bundesverband Medizintechnologie

 

 


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